Chemie
2011 wurde von der UN zum Jahr der Chemie ausgerufen. Anlass war die Verleihung des Chemienobelpreises an Marie Curie (Physiknobelpreis zus. mit Pierre Curie und Henri Becquerel 1903) im Jahre 1911.
SchutzbrillenWenn auch die Aussage “ganz ohne Chemie” oft gehört wird, muss sich doch ein auch nur halbwegs informierter Zeittgenosse die großen Vorteile vergegenwärtigen, die die Chemie in den letzten 100 Jahren den Menschen gebracht hat. Unser gutes Leben ist ohne Chemie nicht denkbar, vieles ist für uns selbstverständlich geworden. Sauberes, trinkbares Wasser kommt zuverlässig aus dem Hahn, Medikamente stehen zur Verfügung, deren Wirksamkeit ständig verfeinert und verbessert wird, moderne Werkstoffe eröffnen bis vor kurzem noch unvorstellbare Möglichkeiten in Medizin und Technik, Elektrofahrzeuge, die ohne Fortschritte in der Elektrochemie nicht denkbar wären, wirksamer Pflanzenschutz und Düngemittel sichern das tägliche Sattwerden sehr vieler (und hoffentlich bald aller) Menschen….
Mit der 8.Klasse kommen die Schüler erstmals in engeren, bewussteren Kontakt mit der Chemie. An einfachen Beispielen lernen sie wie “Chemie gemacht” wird: Beobachtung von Experimenten, Deutung der Beobachtungen, erstellen erster Hypothesen und deren Überprüfung. Sie lernen, dass es in den Naturwissenschaften eine letzte Instanz für Hypothesen gibt: Das Experiment.
Am RGG legen wir großen Wert auf Schülerexperimente. Die Schüler lernen selbst beobachten, lernen das Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen. Und sie lernen, dass Chemie nicht nur abstrakte Wissenschaft sondern ebenso auch Handwerk ist. Und dann kommt es gerade in den Arbeitsgemeinschaften vor, dass neue, klug erdachte Experimente vorgeschlagen werden, dass Schüler Fragen stellen, die dem Lehrer noch nie gestellt wurden. In solchen Momenten weiß man, dass der mitunter große Aufwand für Unterricht oder Arbeitsgemeinschaft voll gerechtfertigt war.
“Wissenschaft, d.h. auch die Chemie, lebt von der Abwechslung zwischen den Höhenflügen der Phantasie und der immer auch verwirrenden irdischen Realität.”(W.Roesky)
Ernst Grieshaber